Informationen für wissenschaftlich Beschäftigte zum KARO-Modell
ℹ️ Hintergrund
An der Universität Rostock soll künftig das sogenannte KARO-Modell als Instrument zur Planung der Lehre in den Lehramtsstudiengängen eingesetzt werden. Ziel des Modells ist es, Überschneidungen von Lehrveranstaltungen zu reduzieren und die Studierbarkeit insbesondere in den Lehramtsstudiengängen zu verbessern.
Hierfür werden Lehrveranstaltungen bestimmten Zeitkorridoren zugeordnet. Die Lehrplanung soll dadurch strukturierter und für Studierende besser planbar werden.
Der Personalrat für wissenschaftliche Beschäftigte begleitet die Einführung des KARO-Modells aufmerksam und steht hierzu im Austausch mit der Universitätsleitung.
➕ Mögliche Vorteile des KARO-Modells
Aus Sicht der Universitätsleitung und der an der Entwicklung Beteiligten können sich durch das Modell verschiedene Vorteile ergeben:
✔️ Verringerung von Überschneidungen zwischen Lehrveranstaltungen.
✔️ Verbesserte Studierbarkeit insbesondere für Lehramtsstudierende.
✔️ Transparentere und besser koordinierte Lehrplanung.
✔️ Vereinfachung fakultätsübergreifender Abstimmungsprozesse.
✔️ Effizientere Nutzung von Lehr- und Raumkapazitäten.
✔️ Bessere Planbarkeit von Lehrangeboten über mehrere Studiengänge hinweg.
⚠️ Mögliche Auswirkungen auf Beschäftigte
Gleichzeitig kann die Einführung des KARO-Modells Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation wissenschaftlicher Beschäftigter haben.
Zu den Punkten, die aus Sicht des WPR besonders zu beachten sind, gehören:
🔹 Die Zuordnung von Lehrveranstaltungen zu festen Zeitkorridoren kann die individuelle Planung von Lehre, Forschung, Qualifizierungsphasen, Gremienarbeit, Sprechstunden und weiteren Dienstaufgaben beeinflussen.
🔹 Bisherige Spielräume bei der zeitlichen Gestaltung von Lehrveranstaltungen können eingeschränkt werden.
🔹 Lehrveranstaltungen könnten verstärkt auf bestimmte Wochentage oder Tageszeiten konzentriert werden.
🔹 Für einzelne Beschäftigte können sich dadurch Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und weiteren Verpflichtungen ergeben.
🔹 Die Verlagerung von Lehrveranstaltungen in Randzeiten kann einzelne Beschäftigtengruppen stärker belasten.
🔹 Die Auswirkungen können je nach Fakultät, Institut, Beschäftigungsumfang und individueller Situation unterschiedlich ausfallen.
👨👩👧👦 Familienfreundlichkeit und individuelle Lösungen
In Gesprächen mit dem Prorektor für Studium und Lehre Prof. Wolf wurde dem WPR ausdrücklich mitgeteilt:
✅ Familienfreundlichkeit stellt einen anerkannten Ausnahmegrund für Abweichungen vom KARO-Modell dar.
✅ Dies gilt nicht nur für Professoren, sondern ausdrücklich auch für wissenschaftliche Beschäftigte.
✅ Neben der Betreuung von Kindern können auch andere Care-Verpflichtungen berücksichtigt werden.
✅ Alle Beschäftigten haben das Recht, entsprechende Belange gegenüber den zuständigen Stundenplanenden anzusprechen.
✅ Zunächst sollen möglichst dezentrale und individuelle Lösungen gefunden werden.
Nach Aussage des Prorektors sollen die individuellen Lehrzeiten zudem nicht dauerhaft für mehrere Jahre (automatisch) festgeschrieben werden. Die konkreten Kurszeiten können weiterhin angepasst werden.
🛠️ Was tun bei Problemen?
Sollten im Zusammenhang mit dem KARO-Modell Schwierigkeiten auftreten oder keine zufriedenstellende Lösung vor Ort gefunden werden, können sich Beschäftigte direkt an den Prorektor für Studium und Lehre wenden.
Der Prorektor hat darüber hinaus darum gebeten, auch über Fälle informiert zu werden, in denen Probleme bereits auf dezentraler Ebene gelöst werden konnten. Dies soll dazu beitragen, Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln und gegebenenfalls weitere Anpassungen am Verfahren vorzunehmen.
📬 Ansprechpartner
Der WPR interessiert sich insbesondere für die praktischen Auswirkungen des KARO-Modells auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.
Wenn Sie Fragen, Anmerkungen oder Erfahrungen mit der Umsetzung des KARO-Modells haben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. Ihre Erfahrungen helfen uns dabei, die Auswirkungen des Modells auf die Beschäftigten besser zu bewerten und diese in Gesprächen mit der Universitätsleitung einzubringen.
