Personalrat für die wissenschaftlich Beschäftigten (WPR)

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Kurzinformationen zu

Personalversammlung

Der Personalrat hat mindestens einmal im Kalenderjahr eine Personalversammlung durchzuführen und auf dieser einen Tätigkeitsbericht zu erstatten.


Personalversammlungen

für alle wissenschaftlich Beschäftigten der Universität Rostock

Hinweis: Unsere Tätigkeitsberichte finden Sie unter > Berichte.

2016 ● Novellierung WissZeitVG: besser oder schlechter als gedacht?

Nachlese zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte im Herbst 2016

Novellierung WissZeitVG: besser oder schlechter als gedacht? • „Meine Ideen – mein Eigentum?“ • Personalratswahl im Mai 2017: Bestimmen Sie mit! – Offensichtlich waren diese Themen gut gewählt. Bei der ersten Veranstaltung, am Mittwoch im Ulmencampus, war der Raum voll besetzt, die Anwesenden interessiert und gesprächsbereit. Das waren die Anwesenden am Donnerstag im Südstadtcampus auch, nur waren es, leider, sehr viel weniger. Unser Vorhaben, Sie zu informieren, und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, scheint uns an beiden Tagen gelungen zu sein.

Das erste Thema – Novellierung WissZeitVG – stieß erwartungsgemäß auf großes Interesse. Die Zusammenfassung der Neuerungen und die ersten Erfahrungen des WPR können Sie den unten stehenden Vortragsfolien entnehmen. Herr Tesche fasste die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen des Personaldezernats zusammen, die überwiegend mit den Eindrücken des WPR übereinstimmen. Die ungelösten Probleme wurden benannt und auch über Lösungsaussichten wurde Klartext geredet.
Der Personaldezernent betonte die sich aus dem novellierten Gesetz ergebende Verpflichtung zur Personalentwicklung. Die Frage für LehrstuhlinhaberInnen und andere Fachvorgesetzte ist demzufolge nicht: „Wieviel Geld habe ich und wie gebe ich es für Personal aus?“ Die Frage ist vielmehr: „Welches Personal habe oder gewinne ich für die Uni, wie sehe ich die Perspektive für diese Beschäftigten: an der Uni, in der Wissenschaft oder auch außerhalb des Wissenschaftsbetriebs und welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen hierfür?“ Darauf basierend sind Einstellungen, Qualifizierungsziele und Vertragslaufzeiten zu gestalten. Der Ansatz, die Wahrnehmung von Personalverantwortung in den Fokus zu nehmen, ist aus Sicht der Personalvertretung sehr begrüßenswert. Wir werden die Durchsetzung dieser Strategie nach Kräften befördern und den Personaldezernenten beim Wort nehmen.

Das zweite Thema trug den Titel: „Meine Ideen – mein Eigentum“. Nach Kenntnisnahme des sehr informativen Vortrags von LL. M. Anne-Marie Schmitt muss bedauerlicherweise konstatiert werden: Nein, eine Idee ist noch kein „Werk“, und nur Werke sind urheberrechtlich geschützt. Auch Arbeitnehmer haben das Urheberrecht für die von ihnen geschaffenen Werke, allerdings nicht notwendigerweise das Nutzungs- und Verwertungsrecht. Sie sind nun verwirrt? Dann waren Sie wohl nicht bei unserer Personalversammlung. Vielleicht helfen Ihnen aber die Folien weiter, die uns Frau Schmitt freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Der letzte Teil wurde als „Werbeblock“ angekündigt. Werbung hat immer etwas Anrüchiges, mit Eigennutz Verbundenes an sich. Nicht in diesem Fall! Wir werben für eine starke Personalvertretung, dafür, dass im Mai des kommenden Jahres eine gute Wahl getroffen werden kann. Das ist im Interesse aller Beschäftigten, und deshalb kann es nicht oft genug gesagt werden: Wir brauchen Ihre Unterstützung!

  • Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahlen!
  • Gehen Sie zur Personalratswahl, denn für einen starken Personalrat zählt jede Stimme!
  • Machen Sie mit, kandidieren Sie für den Personalrat für die wissenschaftlich Beschäftigten!

Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR

Dateien/Vorträge

2015 ● Nach 12 Jahren ist alles vorbei – oder doch nicht?

Nachlese zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte im Herbst 2015

Zweimal voll besetzte Räume, zweimal ein aufmerksames, interessiertes Auditorium und lebhafte Diskussionen – das Fazit unserer diesjährigen Personalversammlungen kann sich sehen lassen. Wir bemühen uns bei der Tagesordnung immer Themen zu wählen, die für  wissenschaftlich Beschäftigte interessant und relevant sind oder aus unserer Sicht zumindest sein müssten. Das allerdings mit wechselndem Erfolg. In diesem Jahr haben wir offensichtlich einen Nerv getroffen!

Das Wissenschaftszeitgesetz ist ein für das (Berufs-)Leben vieler Beschäftigter entscheidender Faktor. In einem Vortrag informierten wir über anstehende Änderungen im aktuellen Novellierungsprozess. Innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens sind die Universitäten explizit aufgefordert, eigene ergänzende Regelungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das wissenschaftliche Personal aufzustellen. An der Universität Rostock ist im April eine solche Regelung in Kraft getreten, die „Dienstvereinbarung zur wissenschaftsadäquaten Vertragsgestaltung“. Ob uns damit eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das wissenschaftliche Personal tatsächlich gelungen ist, kann nur die Umsetzung in der Praxis zeigen. Dass es dabei nicht ohne Probleme und Reibungen läuft, hat sich in den Beitragen und Fragen nach dem entsprechenden Input gezeigt. Das Hauptthema unserer diesjährigen Personalversammlungen – und mit ziemlicher Sicherheit der Grund für die große Resonanz auf unsere Einladung – war Punkt eins der Tagesordnung:

Nach 12 Jahren ist alles vorbei – oder doch nicht?

Diese Frage ist existentiell für die Lebensplanung der betroffenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wie die Diskussionen deutlich zeigten, ist sie auch existentiell für die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit, für Erfolg oder Misserfolg von Teams  - für jeden betroffenen Bereich, die Fakultät, die Universität als Ganzes.

Der WPR hatte sich intensiv mit der Rechtslage und den Bedenken des Personaldezernats  gegen die Fortsetzung von Drittmittelkarrieren an unserer Universität befasst.
Unser Fazit: Gesetzeslage und Rechtsprechung bieten die Grundlage für eine langfristige Perspektive in aufeinanderfolgenden Drittmittelprojekten auch nach Ablauf der Höchstbefristungszeit - unter der Voraussetzung der rechtskonformen Anwendung des §2 Absatz 2 WissZeitVG.
Unser Appell: Universitätsleitung, Fakultäten und  Personaldezernat stellen sich gemeinsam der Verantwortung und ermöglichen gute wissenschaftliche Forschung, indem sie engagierten und motivierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Gelegenheit geben, genau diese Forschung zu betreiben. Der WPR ist gern bereit, diesen Prozess nach Kräften zu befördern.

Die Diskussion zu diesem Thema unterschied sich in den zwei Veranstaltungen deutlich. Das ist nicht verwunderlich, denn für den zweiten Termin am Donnerstag hatte sich der Personaldezernent, Herr Tesche, angekündigt.
Er machte deutlich, dass er die Analyse des WPR nicht teilt. Auch das ist nicht verwunderlich, denn darin liegt ja die Ursache des Problems. Was wir seinen Äußerungen entnommen haben war aber die Bereitschaft, dieses Thema zusammen mit der Universitätsleitung und dem WPR in Gesprächen aufzugreifen. Viele seiner Ausführungen stießen allerdings bei den anwesenden Beschäftigten auf Widerspruch und Unverständnis. Es entstand an diesem Nachmittag der Eindruck einer Kluft zwischen zwei Welten, die voneinander wenig wissen, von denen die eine aber in der Rolle eines Verhinderers statt Unterstützers/Dienstleisters gesehen wurde.

Wir möchten an dieser Stelle Herrn Tesche unseren Dank und auch Respekt ausdrücken, dass er sich dieser Diskussion gestellt hat.

Aus beiden Veranstaltungen nehmen wir als Personalrat das klare Mandat mit, das Anliegen nachdrücklich an die Universitätsleitung heranzutragen.

Das Programm, die Vorträge und weiterführende Dokumente zum Thema Drittmittelbefristung finden Sie in der folgenden Liste.

Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR

Dateien/Vorträge

Link

Die Diensvereinbarung zur wissenschaftsadäquaten Vertragsgestaltung von Beschäftigungsverhältnissen des wissenschaftlichen Personals (DV WVG) finden Sie unter > Dienstvereinbarungen.

2014 ● Dienstvereinbarungen: Vetragsgestaltung – Evaluation – Arbeitszeitsouveränität

Nachlese zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte im Herbst 2014

Die jährlichen Personalversammlungen sind eine Pflichtaufgabe des Personalrats, der wir uns jedes Jahr wieder gern widmen. In unseren inhaltlichen Beiträgen stellen wir ausgewählte  Vorhaben detailliert vor, ausführlicher, als es der schriftliche Tätigkeitsbericht leisten könnte.

In diesem Jahr waren diese vorgestellten Vorhaben mehrere Dienstvereinbarungen. Eine dieser Vereinbarungen wurde in den letzten 12 Monaten in einem außergewöhnlich breiten und offenen Diskussionsprozess mit Vertreterinnen und Vertretern der Fakultäten und akademischen Gremien diskutiert. Das ist ungewöhnlich, weil eine Dienstvereinbarung im Normalfall nach Einigung mit dem Personaldezernat relativ zügig durch die Universitätsleitung unterzeichnet wird. Im Fall der Dienstvereinbarung zur Vertragsgestaltung für das wissenschaftliche Personal war die Einbeziehung eines größeren Kreises in die Diskussion beabsichtigt und sachgerecht. Ein Ergebnis liegt seit Anfang Oktober vor und wartet auf die Unterschrift des Rektors. Wir stellen diese Fassung für alle Interessenten im Internet zur Verfügung.

Die zweite vorgestellte Dienstvereinbarung soll die Rechte der Lehrenden und des Personalrats im Zusammenhang mit der Lehrveranstaltungsevaluation regeln. Im Verlauf der Verhandlungen hatten sich zwei kritische Punkte gezeigt, die im Vorfeld der Personalversammlung bei einem Gespräch mit dem Personaldezernenten ausgeräumt werden konnten. Laut Absprache mit dem PSL Prof. Göbel wird diese Dienstvereinbarung zeitgleich mit der noch in Arbeit befindlichen Qualitätsordnung in Kraft treten.

Das dritte vorgestellte Vorhaben befindet sich noch in der Planungsphase und würde zu zwei neuen Vereinbarungen führen. Es war unsere Hoffnung, mit Ihnen, den Beschäftigten, zu diesen Vorhaben ins Gespräch zu kommen und Ihre Meinungen dazu zu hören. Die Hoffnung hat sich erfüllt. Wir werden uns also an die Arbeit machen und die bisherige Praxis der Arbeitszeitgestaltung des wissenschaftlichen Personals an unserer Uni durch die Vorlage einer Dienstvereinbarung mit dem Titel „Arbeitszeitsouveränität“ rechtssicher gestalten. Daneben werden wir die auch vom NPR geplante Dienstvereinbarung zu Jahresarbeitszeitkonten so verfassen, dass auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf freiwilliger Basis an diesem Modell teilnehmen können. Wir bedanken uns für Ihre sehr konkreten Hinweise (vor allem aus der Veranstaltung am Mittwoch) und Ihr Vertrauen.

Konflikte gehören zum Leben, sind bei Überschreiten eines bestimmten Grades aber außerordentlich belastend, demotivierend und hemmend. Der Personaldezernent Herr Tesche nutzte die Gelegenheit, die Problemlage an unserer Universität zu umreißen und über das  Konzept zum Konfliktmanagement zu informieren. Der WPR unterstützt das Vorhaben und wir möchten Sie an dieser Stelle bitten, sich an der elektronischen Mitarbeiterbefragung, die bis 31.12. läuft, zu beteiligen. Näheres dazu wird in einem Artikel dieses Heftes erläutert.

Zum Abschluss dieser Nachlese ein Wort zur Beteiligung: „Klasse statt Masse“ wäre auch in diesem Jahr wieder eine Möglichkeit der Beschreibung, denn die – leider –  wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf den Weg ins Hauptgebäude bzw. den Hörsaal der Biologie in der Südstadt gemacht haben, waren interessiert und sachkundig. Das ist gut, denn wir möchten nicht einfach etwas vorlesen und dann wieder gehen, wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen. Und das hat funktioniert. Aber, um ehrlich zu sein, etwas mehr „Masse“, sprich ein größerer Zuspruch aus dem Kreis der Beschäftigten und damit mehr Teilnehmende bei der Personalversammlung, wäre besser und würde „Klasse“ nicht ausschließen.

Für diejenigen, die die Details der Vorträge noch mal nachlesen wollen, und für alle, die leider nicht da waren, sind die Folien im Netz eingestellt.

Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR

Dateien/Vorträge

  • TPV-WPR-2014-Einladung.pdf173 KEinladung und Tagesordnung zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte am 26. und 27.11.2014
  • TPV-WPR 2014-Programm.pdf537 KÜbersicht und Erläuterung zum Begriff „Dienstvereinbarung“; Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR
  • TPV-WPR 2014-Vertragsgestaltung.pdf852 KVertragsgestaltung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler • Dienstvereinbarung zur wissenschaftsadäquaten Vertragsgestaltung von Beschäftigungsverhältnissen des wissenschaftlichen Personals (DV WVG); Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR
  • DV WVG Stand 07-10-14-Entwurf.pdf47 KEntwurf der Dienstvereinbarung zur wissenschaftsadäquaten Vertragsgestaltung von Beschäftigungsverhältnissen des wissenschaftlichen Personals (DV WVG), Stand 07.10.2014
  • TPV-WPR 2014-Evaluation.pdf587 KEvaluierung von Lehrveranstaltungen • Dienstvereinbarung zur Evaluierung der Lehre; Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR
  • TPV-WPR 2014-Jahresarbeitszeit.pdf0,94 MJahresarbeitszeit: Souveränität! <==> Erfassung?; Frank Hüttmann, Vorstandsmitglied des WPR

Link

Abgeschlossene Diensvereinbarungen finden Sie unter > Dienstvereinbarungen.

2013 ● Vertragsgestaltung – Kopieren – Feueralarm

Nachlese zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte im Herbst 2013

Wie immer bieten wir hier die wichtigsten Informationen noch einmal zum Nachlesen. Die Vorträge finden Sie am Ende dieser Nachlese als PDF-Dateien.

Zu Beginn gaben unsere neu gewählten Mitglieder Konstantin Sachariew (21.11.) und Martin Garbe (27.11.) einen sehr persönlichen Einblick in ihre ersten Erfahrungen als Personalratsmitglieder. Eine wichtige Botschaft beider Beiträge war der Aufruf, die Arbeit des Personalrats zu verfolgen, zu unterstützen und ggf. die Unterstützung des WPR in Anspruch zu nehmen, sowie sich im Vorfeld der nächsten Personalratswahlen auch selbst mit dem Gedanken an eine Kandidatur auseinander zu setzen.

Unter dem Titel Zum Leben zu wenig – zum Sterben zuviel (⇒ halbe Stelle E13, Stufe 1, Laufzeit 6 Monate?) konfrontierte Frank Hüttmann uns als Mittelbau-Angehörige einerseits und Führungskräfte andererseits mit Fragen, die sich letztlich auf die Stichworte „Mindestlohn“, „Wert von Wissenschaft“ und „Wert von Freizeit“ zurückführen lassen.
Im sich anschließende Beitrag Besserung in Sicht? (⇒ Information über die Ergebnisse eines Treffens der Personalräte der Unis und Hochschulen in M-V mit den KanzlerInnen der Hochschulen M-V und Herrn Dr. Natorp als Vertreter des BM am 16. Mai 2013 ; ⇒ Dokument im Intranet: www.uni-rostock.de » Struktur » Verwaltung » Personal und Personalentwicklung (D4) » Personalrechtliche Informationen (u. a. Rundschreiben) <Wissenschaftsadäquate Vertragsgestaltung für den wissenschaftlichen Nachwuchs>) erläuterte Marika Fleischer Vorgeschichte und wichtige inhaltliche Schwerpunkte einer Dienstvereinbarung, die Personaldezernat und WPR gemeinsam erarbeitet haben. Diese „Dienstvereinbarung zur wissenschaftsadäquaten Vertragsgestaltung“ könnte, so sie denn unterschrieben und umgesetzt würde, die Universität Rostock zu einer attraktiven Arbeitsstätte mit fairen Arbeitsbedingungen und motivierendem Umfeld für den wissenschaftlichen Nachwuchs machen. Ob es dazu kommt, ist keineswegs sicher. Ein Anliegen des Beitrags war es, für die Dienstvereinbarung zu werben und die Diskussion dazu in der Universitätsöffentlichkeit anzustoßen. Am 27.11 unterstützte der Personaldezernent Herr Tesche in seinen Wortmeldungen dieses Anliegen in vollem Umfang.
Die anschließende Diskussion hatte am 21. und 27.11. unterschiedliche Akzente. Am 21.11. äußerte der Rektor in einem längeren Beitrag seine prinzipielle Unterstützung für Promovierende/ Habilitierende, betonte gleichzeitig die grundsätzliche Notwendigkeit der Befristungen im Bereich des Mittelbaus und wies auf diverse juristische Probleme bei der rechtssicheren Gestaltung von Befristungen hin. Leider musste er die Veranstaltung nach kurzer Zeit wieder verlassen, so dass er auf die in der sehr lebhaft und kundig geführten Diskussion angesprochenen Themen und Fragen nicht eingehen konnte:

  • de facto Berufsverbot nach 6 bzw. 12 Jahren trotz Vorhandensein von Drittmitteln, sogar in Form von selbst eingeworbenen Drittmitteln durch Nichtanwendung der sogen. Drittmittelbefristung nach Ablauf der Höchstbefristungszeiten nach §2(1) WissZeitVG
  • sich daraus ergebende Alternativlösungen und der damit verbundene Ressourcenaufwand
  • Befürchtung, dass aus Kostengründen jüngeren Bewerbern der Vorzug gegeben wird, wenn man selbst die Erfahrungsstufen 4 oder 5 erreicht hat
  • Persönliche Abhängigkeit von Betreuer/Lehrstuhlinhaber

Am 27.11. wurden die Laufzeiten der Verträge, die Führungskompetenzen von Fachvorgesetzten und die Wandlungen in der Motivation der Beschäftigten im Mittelbau thematisiert.
Insgesamt spiegelten die Diskussionen den an der Universität leider oft anzutreffenden Eindruck von Frust, Resignation, Verärgerung und Überlastung wider.

Frank Hüttmanns Beitrag Ich weiß, was du gestern kopiert hast! ( Schöne neue Kopiertechnik, Datenschutz, Nachfragen des Personalrats in dieser Sache) erzeugte etwa zu gleichen Teilen Erstaunen und Unglaube. Erstaunen, wie weitreichend die dargestellten Probleme sind, und Unglaube über die offensichtlichen Unzulänglichkeiten im Vorfeld der Umstellung der Kopiertechnik.
Ganz klar wurde die Forderung geäußert, die datenschutzrechtlichen Fragen zu klären, Vertragssicherheit herzustellen und den Missbrauch der Daten zu verhindern. Möglich wäre das durch Aufnahme der Kopiertechnik in die einschlägige Rahmen-Dienstvereinbarung.
Hinweise zum Umgang mit der Kopiertechnik:

  • Sie sollten unbedingt das (Erst-)Passwort für Ihre personenbezogene Karte ändern! ⇒ siehe <https://uniprinter.uni-rostock.de>
  • Sie sollten sich nach Ihrer Benutzung des Kopierers von diesem wieder abmelden ⇒ entweder einfach Ihre Karte nochmals vor das Gerät halten (soll so funktionieren) oder auf dem Display die Taste [Abmelden] drücken.
  • Sie benötigen auf Ihrer Karte ein Mindestguthaben (0,58 €), das bereits auf Ihrer Karte vorhanden ist, um die Kopiertechnik nutzen zu können. Wenn Ihr persönliches Guthaben das Mindestguthaben unterschreitet, können Sie auch nicht mehr über die Ihnen zugeordneten Kostenstellen dienstlich kopieren. ⇒ Gegebenenfalls das persönliche Guthaben wieder aufladen.

Ähnliche Reaktionen rief unser letzter Beitrag Wir lassen Sie nicht im Regen steh’n – und auch nicht im Büro verbrennen hervor. Marit Schwede-Anders (21.11.) und Manuela Meyerfeldt (27.11) fassten in ihrer Nachbetrachtung zum Feueralarm im Haus 1/Campus Ulmenstraße im Juni den Ablauf dieses relativen Fiaskos zusammen und erläuterten, was danach geschah – auch und nicht zuletzt auf Grund der beständigen Nachfragen des Personalrats.
Als Ergebnis der anschließenden Diskussion kann man festhalten: Die Beschäftigten wünschen

  • Überprüfung der Wirksamkeit der Alarmierungsketten
  • Information der Beschäftigten und Studierenden über Alarmierungsform, Sammelplätze, Verhalten, …
  • Übungen (Probealarme) zur Überprüfung der Abläufe und der Wirksamkeit der Information

Interessanterweise war die Betroffenheit bei den Anwesenden im Südstadtcampus am 21.11. genauso groß wie bei den Anwesenden am 27.11., die als Nutzer des Gebäudes in der Ulmenstraße unmittelbar betroffen waren.

Schlussbemerkung:

Positiv gestimmt könnte man die Personalversammlungen mit dem Stichwort „Klasse statt Masse“ zusammenfassen. Will sagen: unsere inhaltlich gehaltvollen Beiträge erzeugten eine interessiertte Diskussion.
Andererseits: Die rein quantitative Resonanz war kläglich. Wenn sich insgesamt knapp 40 Beschäftigte aufraffen, die Personalversammlung ihres Personalrats zu besuchen, stellt sich uns am Ende des Tages die Frage, ob der Personalrat überhaupt wahrgenommen wird.
Die Anerkennung durch Einzelne – auch in der Personalversammlung – gibt uns andererseits wieder den Auftrieb, die Enttäuschung zu überwinden und zur – ziemlich vollen – Tagesordnung überzugehen. Auch im nächsten Jahr wird es wieder unsere Personalversammlungen geben. Nicht nur, weil es uns gesetzlich ermöglicht wird, sondern auch, weil wir dann wieder auf interessante Diskussionen bei hoffentlich größere Resonanz hoffen.

Dateien/Vorträge

  • WPR TPV 2013.pdf441 KEinladung und Tagesordnung zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte am 20. und 27.11.2013
  • WasSollDas-VergleichE13.pdf730 KZum Leben zu wenig – zum Sterben zu viel • halbe Stelle E13, Stufe 1, Laufzeit 6 Monate?; Frank Hüttmann, Vorstandsmitglied des WPR
  • BesserungInSicht.pdf667 KVertragsgestaltung für den Mittelbau - Besserung in Sicht? • Information über die Ergebnisse eines Treffens der Personalräte der Unis und Hochschulen in M-V mit den KanzlerInnen der Hochschulen M-V und Herrn Dr. Natorp als Vertreter des BM am 16. Mai 2013 • Informationen zur geplanten Umsetzung an unserer Universität (Dienstvereinbarung); Marika Fleischer, Vorsitzende des WPR
  • NeueKopiertechnik.pdf1,71 MIch weiß, was du gestern kopiert hast! • Schöne neue Kopiertechnik, Datenschutz, Nachfragen des Personalrats in dieser Sache; Frank Hüttmann, Vorstandsmitglied des WPR
  • BrandUlmenstr20131120.pdf519 KWir lassen Sie nicht im Regen stehn – und auch nicht im Büro verbrennen • Nachbetrachtung zum Feueralarm im Campus Ulmenstraße/Haus 1 im Juni; Marit Schwede-Anders, Mitglied des WPR; 20.11.2013
  • BrandUlmenstr20131127.pdf448 KWir lassen Sie nicht im Regen stehn – und auch nicht im Büro verbrennen • Nachbetrachtung zum Feueralarm im Campus Ulmenstraße/Haus 1 im Juni; Manuela Meyerfeldt, Mitglied des WPR; 27.11.2013
2012 ● Mittelbau – mehr Probleme als Perspektiven?

Nachlese zu den Personalversammlungen für wissenschaftlich Beschäftigte im Herbst 2012

Zusammenfassung der Wortmeldungen

Grundlage:
Impulsvortrag von Dr. Arne Schoor, Mittelbauvertreter im Senat

Ziel der Diskussion:
Meinungsaustausch, Rückmeldung und Auftrag für WPR und Vertreter des Mittelbaus in akadem. Gremien mit Blick auf zukünftige Arbeit

  1. Vor Hintergrund des strukturellen Defizits der Uni; der tendenziell abnehmenden Haushaltsmittel, der seit mindestens seit 10 Jahren andauernden Überlast:
    • zunehmende Auslagerung von verwaltungstechnischen und -organisatorischen Aufgaben, die aus Sicht der Betroffenen in das Aufgabengebiet von ZQS, Prüfungsämtern, Dekanaten, … gehören, in den Mittelbau (z. B. Modularisierungen, Akkreditierungen, allg. Studien- und Prüfungsplanung, …; wesentlicher Kritikpunkt/Auslöser: Ablauf der Modularisierung der LA-Studiengänge)
      ⇒ Ausnutzung von Verantwortungsbewusstsein, intrinsischer Motivation, Abhängigkeiten
      Resultat: ausufernde Arbeitszeiten, Überlastung, Qualitätsverlust, Demotivation
    • Fehlende Professionalität und Führungskompetenz (z. B. bei der Organisation von Abläufen/Abstimmungen, Zuweisung von Arbeitsaufgaben)
    • Erwünscht: Rückkopplungsmöglichkeit/-abfrage an Verwaltung/Organisationsstrukturen über Zuständigkeiten und Abläufe  (Vergleich: Lehrveranstaltungen des wiss. Personals werden von Studierenden evaluiert – mit Ziel der Qualitätsverbesserung)
    • Notwendig: Rückbesinnung auf originäre Aufgaben der Universität, interne Aufgabenkritik, Angleichung des Arbeitsvolumens an Personalstärke
  2. Beseitigung von Hemmnissen beim Werdegang von WissenschaftlerInnen
    • Wird die Übernahme der Projektleitung durch wiss. MitarbeiterInnen, die das Projekt selbst eingeworben haben, durch die Verwaltung behindert? - Selbständigkeit des Mittelbaus in der Forschung sollte gefördert und nicht (durch die Verhinderung der Projektleitung) gehemmt werden;
    • In diesem Zusammenhang erfolgte Verweis auf Ombudspersonen (gute wiss. Praxis); Ergebnis: Institution ist nicht bekannt!
    • Finanzierungsproblem bei Besetzung von Stellen, die wegen Beurlaubung der Stelleninhaberin (z.B. wegen Übernahme einer Vertretungsprofessur) vertretungsweise besetzt werden sollen (Eingesparte Personalmittel stehen für diesen Zweck nicht zur Verfügung?)
    • Befürchtete Probleme bei Besetzung von Drittmittelstellen nach Ablauf der 8- bzw. 12-Jahresfrist
  3. Sicherung von Qualität und Kontinuität; Reduzierung von Reibungsverlusten durch Schaffung von mehr unbefristeten „Funktionsstellen“ im Mittelbau (Daueraufgabe = Dauerstelle)
  4. Seit Jahren bekanntes, immer noch offenes Problem: Brandschutz in der A.-Bebel-Str.28: keine Brandschutzübung; Information (oder besser: Gerücht), „...dass alle ab 7. Etage im Brandfall auf das Dach des Hochhauses sollen“?

Dateien/Vorträge